Der rechtliche Hintergrund beim TinyHouse

Aktualisiert: 7. Mai 2021



Mein Haus ist noch nicht genehmigt und steht noch nicht auf seinem Platz!


Aber ich möchte euch mit dem Blog am Laufenden halten und schon mal erzählen was ich weiß!


Ich lebe und baue in Österreich und ich werde meinen Anhänger mit Ladung zulassen



 

Mein erster Anruf ging an die Landesregierung Bereich Zulassung meines Bundeslandes

hier wurde mir vieles an Ängste und Sorgen genommen!

Der Herr wusste über TinyHäuser bescheid und kannte sich richtig gut aus.


Er war begeistert das ich einen Anhänger mit COC Kennzeichnung verwenden möchte. Das bedeutet er ist für die gesamte EU zugelassen!


Wenn man das nicht tut muss man zuerst den Anhänger zulassen und das ist ein großer Aufwand! Mann muss Pläne und Nachweise über die Verkehrssicherheit bringen. Das wäre mir zuviel!

Anhänger Genehmigung § 104/7


Wenn ich mit meinem Aufbau nicht über den Anhänger hinausrage und die Gesamthöhe von 4,00m und das zugelassene Gewicht von 3,5to einhalte, bedarf es sich keine Genehmigung oder gesonderten Zulassung.





Da mein Anhänger 2,44m breit ist und ich die zugelassene Breite von 2,55m ausnutzen möchte, steht meine Fassade und mein Dach über den Anhängerrand und ich muss es genehmigen lassen.

Nachweis Vorsprünge lt. EU Richtlinie Anhänger


Damit das kein Problem wird, habe ich mir einen Ziviltechniker zur Seite geholt. Die Kosten bleiben im dreistelligen Bereich und ich muss später nichts von meinem TinyHouse rückbauen oder entfernen!


Alles war während der Fahrt ab- oder zerbrechen kann, muss so gesichert werden, dass nichts auf die Fahrbahn fallen kann.

Sprich: Fenster brauchen Fensterläden oder ähnliches, man muss aber darauf achten, dass es keinen Spalt gibt!


Es gibt auch noch die Möglichkeit den Anhänger mit eine 10km/h Tafel auszustatten. Hier ist keine Genehmigung erforderlich und man kann auf den Anhänger laden was man möchte.

Man ist allerdings als Lenker zu 100% Haftbar und darf nur 10km/h fahren.

Ob man in diesem Fall den Anhänger und die Ladung versichern kann, weiß ich nicht!

Glaub ich aber nicht.


 

Der Ziviltechniker

beantworte bereits in der Planungsphase all meine Fragen und überprüft die Pläne auf den gesetzlichen Spielraum. Nach Fertigstellung reicht er den Zulassungsantrag bei der Landesregierung ein.

 


Die Stadtgemeinde

Natürlich auch für unsere Gemeinde ein neues Thema aber sehr hilfsbereit.

Die Gemeinde fühlt sich verantwortlich wenn ich auf einen Baugrund stehe und fest mit dem Boden verankert bin. Sollte es ein Hauptwohnsitz werden, muss man sich das genauer ansehen.

Es wird lediglich um eine formlose Information gebeten, sobald das TinyHouse auf seinem Platz steht.



 

Ich habe mich auch bei der Bezirkshauptmannschaft erkundigt!

Hier ist das Umweltamt ansässig!

Hier werden Pläne vom Haus, Lageplan und ein Entsorgungsplan verlangt. Es muss gesichert werden, dass zB. kein Schwarzwasser (Fäkalien) in die Wiese geleitet werden!



Wenn es sich NICHT um einen Baugrund handelt muss man zur Landwirtschaftsabteilung.

Mit einer guten Begründung, warum an dieser Stelle ein TinyHouse stehen muss, hat man eine Chance eine Genehmigung zu erhalten.

Zb. Schutz gegen Vandalismus, Beaufsichtigung von Vieh...

Wird aber eher schwierig!



 


Klärt die Genehmigung bereits in der Planungsphase ab!

Ich halte euch auf dem Laufenden!